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Susan
Story aus Silberschale
Wägen und Einschmelzen

Silber ist eine Wertanlage. Der burgundische Silberschatz wurde deshalb grösstenteils eingeschmolzen und verkauft.

Susan
Story aus Silberschale
Alles gehörte Karl?

Verschiedene Trophäen aus der Burgunderbeute wurden nachträglich direkt mit dem Burgundischen Herzog Karl verbunden, so wie die Burgunderschale. Alles falsche Zuschreibungen?

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Durstige Schweizer

Auch im Besitz Liestals blieb die Burgunderschale nach 1800 ein rituelles Trinkgefäss – nun aber im Sinne der Stadt als Teil des jungen Nationalstaates.

Susan
Story aus «Drei Brüder» Juwel
Juwelen am Hof

Wie von tausend Lichtern erhellt: die glänzenden Herzöge von Burgund

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Kopienketten

Für die Bilder im Ehrenspiegel, die angebliche Erbstücke der Habsburger Familie lobten, stützten sich die Fugger auf die Basler Verkaufszeichnungen.

Susan
Story aus «Drei Brüder» Juwel
Erbstücke am englischen Hof

Die «Drei Brüder» gelangten in den Besitz der englischen Krone und wurden dort zum Symbol des Königshauses – getragen von Königinnen und Königen.

Susan
Story aus «Drei Brüder» Juwel
Stein oder Schein?

Die legendären burgundischen Juwelen, darunter die «Drei Brüder», sind verschwunden. Wie kann man eine Geschichte des verlorenen Erbes heute ausstellen?

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Fragile Gewebe

Fahnen zerfallen schnell. Um die Erinnerung an die Trophäen zu bewahren, begannen die Eidgenossen, Kopien anzufertigen.

Susan
Story aus Banner
Requisiten eines Panoramas

1894 eröffnete in Zürich ein aufregendes Panorama der Murtenschlacht, gemalt von Louis Braun. Fahnen machten das dargestellte Kampfgetümmel lesbar.

Susan
Story aus Banner
Bedeutet Konservieren verstecken?

Fahnen wurden in der Nachkriegszeit zunehmend vor Licht und Luft geschützt aufbewahrt und nicht mehr den Museumsbesuchenden zur Schau gestellt.

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Von Königshand zu Königshand

Wirklich geerbt?

Die venezianische Bildtafel sieht von aussen ähnlich aus wie ein Buch.

Die Königinwitwe eignete sich die Andachtstafel des verstorbenen Königs an, brachte sie ausser Landes und versteckte sie in ihrer Heimat im Kloster.

Agnes von Habsburg (um 1280–1364) musste nach dem Tod des ungarischen Königs Andreas III. aus Ungarn zu ihrer Herkunftsfamilie nach Wien flüchten.

König Andreas III. verstirbt unerwartet früh ohne männlichen Nachkommen.
Agnes von Habsburg, die verwitwete Königin von Ungarn.

Ihre Kleinodien brachte sie im Augustinerkloster Klosterneuburg in Sicherheit. Mutmasslich gehörte dazu auch das Diptychon, welches für ihren Ehemann geschaffen wurde.

Klosterneuburg an der Donau.

Ist es ihr rechtmässiges Erbe, hat sie es sich einfach angeeignet, oder verwaltete sie es treuhänderisch für ihre minderjährige Stieftochter aus der ersten Ehe von Andreas III.?

Königliche Kostbarkeiten im Kloster

Geschenke für die Ewigkeit

Kirche des Klosters Königsfelden von aussen und innen.

Die Stifterfamilie schenkt dem Kloster kostbare Gegenstände im Vertrauen auf wirkungsvolle Gebete der Nonnen.

Eine Urkunde von 1357 listet rund 220 Gegenstände auf, die die Habsburger dem Kloster Königsfelden für den Vollzug einer prächtigen Liturgie geschenkt hatten. Sie verbietet für alle Zeiten jede Veräusserung, Verpfändung oder Veränderung der Gegenstände.

Urkunde der Königin Agnes von Ungarn mit dem Verzeichnis der habsburgischen Schenkungen in den Klosterschatz, ausgestellt in Königsfelden am 28. Juli 1357.

Die Geräte aus Edelmetall und kostbare Kirchengewänder versinnbildlichten in den Augen der Stifterfamilie die Herrlichkeit Gottes; die Reliquien von Heiligen brachten Heil für das Diesseits und das Jenseits.

Ein Bruder von Agnes hat diesen Altarbehang dem Kloster geschenkt.

Dank dieser materiellen Grundlage sollte bis in die Ewigkeit für die Stifterfamilie gebetet werden.

Betende Nonnen aus dem Orden der Franziskaner in Köln.

Das Seelenheil eines Ermordeten

Das Kloster Königsfelden von Süden, links der Wirtschaftshof, rechts die Gebäude für die Nonnen.

Die Ehefrau und die älteste Tochter des ermordeten Königs engagieren sich für die Gründung und Ausstattung des Klosters Königsfelden.

Das Kloster wird genau dort gegründet, wo der deutsche König Albrecht I. von Habsburg ermordet wurde.

Die Chronik illustriert den Königsmord auf dem Feld vor Windisch, wo dann das Kloster Königsfelden gegründet wird.

Elisabeth von Görz-Tirol, die Ehefrau, und Agnes von Habsburg, die älteste Tochter, setzen viel Vermögen ein für die Schenkung kostbarer Kirchenausstattung.

Die Ehefrau des ermordeten Königs.

Elisabeth verschenkt die Grundausstattung für den Gottesdienst, Agnes ergänzt diese durch Reliquien und kostbare Reliquiare sowie durch exquisite Textilien.

Eine Stiftung von Königin Agnes.

Gestohlene Steine?

Neben dem Kopf des Heiligen ist eine leere Steinfassung zu erkennen.

Goldschmiedekunst ist auch eine Wertanlage. Wer hat wann die heute fehlenden Schmucksteine entfernt?

Rund 200 kostbare Steine, vor allem Jaspise und Chalcedon, schmückten ursprünglich die Tafel.

Rund ein Drittel davon ging im Laufe der Zeit verloren, entweder nach und nach oder auf einmal.

Ausschnitt mit fehlenden Schmucksteinen.

Einige Steine wurden samt ihren Fassungen an eine neue Position verschoben.

Die wohl älteste erhaltene Fotografie des Diptychons zeigt an wenigen Stellen einen anderen Steinbesatz.

Alle Perlen dürften erst in einer zweiten Phase hinzugekommen sein.

Besonders rund um die reliefierten Jaspise in der Mitte der Tafel wirken die Perlen etwas willkürlich aufgesetzt.

Über die Gründe für diese Veränderungen und ihren Zeitpunkt lässt sich nur spekulieren.

Wer über exquisite Materialien verfügt, hat Macht

Luxus aus Venedig

Venezianische Kunsthandwerker waren hervorragende Steinschleifer und fertigten raffinierte Gegenstände.

Eine Andachtstafel im serbischen Chilandar-Kloster auf Athos (Griechenland).

Venedig war im 13. Jahrhundert ein Zentrum für die Produktion von Bildwerken mit exquisiten Materialien wie Ornamentsteinen aus aller Welt: Perlen, Gold und Bergkristall. Zudem wurden Buchmalereien auf Goldgrund in solche Goldschmiedewerke eingefügt. Es entstanden sowohl weltliche Luxusprodukte wie Gegenstände für den Gottesdienst.

Das mit Goldfolie bedeckte und danach farbig bemalte Pergament ist leicht gewellt. Die darüberliegende Bergkristallplatte ist kaum zu erkennen.

Die Luxusprodukte wurden weit verbreitet – als exquisite Geschenke für Fürstenhöfe oder für Klöster und Kirchen kamen sie bis in den östlichen Mittelmeerraum und gar bis in den Kaukasus.

Venezianisches Kreuz aus einer Kirche im Kaukasus, heute im Museum.

Heilige Vorfahren sind nützlich

Mächtig war, wer über kostbare Gegenstände verfügte.

Die venezianische Andachtstafel.

Das Bildprogramm der klappbaren Tafel stützte den Anspruch von Andreas III. aus dem Geschlecht der Arpaden auf den ungarischen Thron. Es thematisiert seine Herkunft aus einer besonders geheiligten Sippe.

Ein Kranz von Heiligen umschliesst die Szenen zum Leben Jesu.

Aussen herum sind nämlich die heiligen königlichen Vorfahren dargestellt sowie die beliebte heilige Elisabeth von Thüringen, eine Verwandte von Andreas III. Auch der Apostel Andreas, der Namenspatron des Königs, ist abgebildet.

Nach mittelalterlicher Vorstellung wird Heiligkeit in einer Familie vererbt. Das Vorbild ist die Heilige Familie.

Reformieren oder rauben?

Bern verordnet den rechten Glauben

Die Reformation kämpfte um den «richtigen» Glauben. Das führte zu massiver materieller Zerstörung, zur Verschiebung von Objekten und zu Enteignungen.

Porträt des Zürcher Reformators Ulrich Zwingli. Er war in Bern im Januar 1528 an der Disputation beteiligt.

Die Veränderungen des Gottesdienstes und die Aufhebung der Klöster in den protestantischen Gebieten der Eidgenossenschaft verursachten tiefgreifende Veränderungen in allen Lebensbereichen. Besonders betroffen waren religiöse Gegenstände. Diese wurden zerstört, disloziert und vielfach enteignet. Die reformierten Theologen rechtfertigten den massiven Rechtsbruch mit dem Rückgriff auf die Bibel. Heiligenbilder würden von der richtigen religiösen Praxis ablenken, lautete ihre Begründung.

In Zürich werden 1524 Heiligenbilder verbrannt.

Gut organisierte Enteignungen

Die Obrigkeit konfiszierte aus ideologischen Gründen religiöse Objekte.

Die Berner Obrigkeit beschloss im März 1528 die Aufhebung des Klosters Königsfelden und verbot dort das Lesen der Messe.

Bern nutzte vom 16. bis ins 19. Jahrhundert das ehemalige Kloster als einträglichen Wirtschaftshof.

Der bernische Klostervogt befahl die heimliche Überführung des Kirchenschatzes ins Schloss Lenzburg, das damals Bern unterstand. Dort wurde der Schatz auf einer heute verlorenen Liste erfasst.

Auf dem bernischen Schloss Lenzburg wurde der Schatz zwischengelagert.

Im März 1528 wurde der gesamte Klosterschatz nach Bern abtransportiert.

Älteste erhaltene Stadtansicht von Bern, dominiert vom Münster mit dem fortan protestantischen Gottesdienst.

Aus einem Schatz wird Geld

Im reformierten Bern wurden konfiszierte Ritualgeräte aus den Klöstern eingeschmolzen, vor allem um Münzen zu prägen.

Im Auftrag der Obrigkeit bearbeiteten Goldschmiede die kirchlichen Geräte.

Der Berner Maler und spätere Reformator Niklaus Manuel malte hier den heiligen Eligius in einer spätmittelalterlichen Goldschmiedewerkstatt.

Sie trennten Gold und Silber und schmolzen es zu Silber- und Goldbarren für die Münzprägung. Das hatte einen doppelten Zweck: Die Gerätschaften des altgläubigen, also katholischen, Kults wurden zerstört und unbrauchbar gemacht. Das so gewonnene Silber aber konnte – in Form von Geld – für soziale Zwecke wie die Speisung von Armen und Kranken verwendet werden. Aus den eingeschmolzenen Objekten aus Königsfelden gewann man mindestens 32 Kilogramm Silber.

Warum nicht zerstört?

Wenige Einzelstücke entgingen der reformatorischen Zerstörung. Sie wurden in den Staatsschatz integriert. Wer hat das wohl entschieden?

Wenige und aus heutiger Sicht herausragende Stücke aus dem Königsfelder Klosterschatz entgingen der Zerstörung. Sie wurden ins Rathaus gebracht und dort aufbewahrt.

Bereits im mittleren 16. Jahrhundert wurden sie offenbar in einer Liste erfasst. Diese ist aber nicht überliefert. Wer sich für den Erhalt dieser Werke einsetzte, wissen wir nicht. Ist es nur Zufall, dass es sich durchweg um ausserordentlich kunstfertige Werke handelt? Oder wählten die Entscheidungsträger mit Absicht die kunsthandwerklich perfekten Stücke aus?

Das venezianische Diptychon aus Königsfelden.

Der Feldaltar Karls des Kühnen

Andachtstafel oder Buch?

In der Berner Kunst- und Wunderkammer stellte man die Bildtafel aus dem Frauenkloster als Besitz von Karl dem Kühnen aus.

Der 1696 neu eingerichtete Bibliothekssaal im Kreuzgang des ehemaligen Franziskanerklosters in Bern.

1696 wurde das Diptychon aus dem Rathaus in die Stadtbibliothek transferiert. Fortan war es dort als Sehenswürdigkeit neben anderen kunstvollen Werken («artificia») ausgestellt.

Blick von oben auf das venezianische Diptychon.

Es sei der Feldaltar von Herzog Karl dem Kühnen und gehöre zu der Burgunderbeute.

Karl der Kühne in der Sichtweise des 17. Jahrhunderts.

Neue Bedeutungsschichten legen sich über das Werk: Es ist Ausweis höchster künstlerischer Qualität, denn der Hof Karls des Kühnen war künstlerisch tonangebend. Gleichzeitig wird es zum Symbol der militärischen Erfolge der Berner, denn diese erbeuteten das persönliche Eigentum des Herzogs.

Der angebliche Reisealtar von Karl dem Kühnen.

Beute in der Bibliothek

Bücher, Steine, Tierpräparate, ethnologische Artefakte, archäologische Funde und Beuteobjekte wurden katalogisiert und ausgestellt.

Ab 1775 gab es einen Neubau für die städtische Bibliothek.

Ostfassade des neuen Bibliotheksgebäudes.

Gemälde und Bücher wurden im vornehmen Obergeschoss aufgestellt. Im Erdgeschoss standen dicht auf dicht die übrigen Sammlungen: Naturhistorische Zeugnisse (Mineralien, Fossilien, Tier- und Pflanzenpräparate), archäologische Funde und «Ethnographica».

Ethnografische Objekte, hier ein Federmantel aus Hawai, stehen neben archäologischen und historischen Exponaten.

Nach wie vor war der Feldaltar Karls des Kühnen ein Hauptwerk, von dem es 1827 hiess, er scheine «byzantinischen Ursprungs zu sein». Er war ausgestellt zwischen arktischer Kleidung aus Kanada, persischen Pantoffeln und archäologischen Waffen.

Linker Flügel des Diptychons.

In den Händen der Wissenschaft

Repatriierung durch Forschung

Ein katholischer Priester im reformierten Bern entlarvte vermeintliche Gewissheiten als Wunschbilder.

Jakob Stammler betreute in Bern die kleine katholische Gemeinde und erforschte die lokalen mittelalterlichen Museumssammlungen. Als praktizierender Priester kannte er die sakralen Funktionen mittelalterlicher Gegenstände besser als die lokalen protestantischen Forscher.

Stammler (in der Bildmitte) vor der katholischen Dreifaltigkeitskirche in Bern, deren Bau er massgeblich geprägt hatte.

So wies er nach, dass viele Gegenstände, die bis anhin als Burgunderbeute galten, aus konfiszierten mittelalterlichen Kirchenschätzen stammten.

Stammler studierte alle verfügbaren archivalischen Quellen, auch das Schatzverzeichnis von Königsfelden von 1357.

Der «Feldaltar Karls des Kühnen» wurde in Venedig hergestellt und kam mit dem Schatz von Königsfelden nach Bern. Mit dem Burgunderherzog hat er nichts zu tun.

Älteste bekannte Fotografie des Diptychons, linker Flügel.

Abfall enthüllt die Herkunft

Der Theologe Jakob Stammler erkannte anhand von mittelalterlicher Pergamentmakulatur die Provenienz eines Altarbehangs.

1889 wurde der Altarbehang restauriert.

Im Auftrag des Museums restaurierte Maria Mürset einen Altarbehang im Historischen Museum und förderte mittelalterliches Pergament als Füllmaterial zu Tage: eine Urkunde und Fragmente einer in der klösterlichen Schreibstube kopierten liturgischen Handschrift.

Fragment einer liturigschen Handschrift als Unterlage unter der gestickten Christusfigur.

Stammler leitete aus der Einordnung der Urkunde die zur Herkunft des Altarbehangs aus dem Kloster Königsfelden ab. Wie das Diptychon war das Textil bisher stets zur Burgunderbeute gezählt worden. Die anlässlich der Restaurierung entfernten Pergamente blieben im Museum für mehr als 100 Jahre verschollen.

Unter Röntgenstrahlen

Ein mobiles Röntgengerät durchleutete das Diptychon und wies grobe Eisennägel nach.

Forschende hatten die Vermutung aufgestellt, dass die rechte und die linke Seite der Klapptafel einst vertauscht worden seien.

Die Abfolge der Szenen zum Leben Jesu passt nicht in einem einfache chronologische Lesart von links nach rechts.

Dem ist aber nicht so. Ein Röntgenbild des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Bern zeigt, dass die Scharniere zwischen den Tafeln nie verändert wurden. Sie sind tief ins Holz versenkt.

Diptychon von aussen, halb aufgeklappt.
Röntgenaufnahme von vorne auf die Mitte der geöffneten Tafel.

Erstaunlich sind auch die langen Nägel, die oben und unten die Rahmenleisten an der Grundplatte fixieren. Von aussen ist das nicht zu erkennen, denn die Nagelköpfe sind sorgfältig eingetieft und abgedeckt worden.

Röntgenaufnahme von vorne auf die linke Tafel.

Dem digitalen Zwilling fehlt der Glanz

Jede Kopie hat Lücken. Ein Scanroboter kann den Glanz des Goldschmiedewerks nicht perfekt imitieren.

Die glasklare Oberfläche der Bergkristallplatten irritiert den Scanroboter.

Neueste 3D-Technologie erbringt oft verblüffend echte Resultate in der dreidimensionalen Imitation von historischen Objekten. Solche Kopien dienen der wissenschaftlichen Forschung und der Dokumentation. Manchmal kommen solche Repliken auch in Ausstellungen zum Einsatz, wenn etwa die Originale für den Leihverkehr zu fragil sind. Die Wiedergabe von glänzenden glatten Metalloberflächen ist aber technisch noch äusserst schwierig.

Scantest mit einer Silberschale.
Die Kamera auf dem Scanroboter bewegt sich langsam um das Objekt auf dem Drehteller.

Die Resultate eines Scanroboters befriedigen noch nicht so recht. Reflektierende Oberflächen können auf diese Weise noch nicht nachgeahmt werden.

Susan
Story aus Cäsartapisserie
Wer herrscht, bestimmt die Konfession.

Mit theologischer Überzeugungsarbeit und militärischem Druck förderte Bern den Übertritt der Städte Genf und Lausanne zur Reformation.

Vorheriges Kapitel in verordnen
Ein Kathedralschatz wird enteignet

Kirchliches Silber, liturgische Gewänder und weltliche Textilien des Bischofs wurden nach Bern überführt.

Nächstes Kapitel in verordnen
Beutekunst als Staatsschatz

Im Archivgewölbe des Rathauses wurden Staatsschätze aufbewahrt: Geld, Urkunden, Schuldscheine und, erstaunlicherweise, erbeutete Textilien.

Nächstes Kapitel in verwerten
Die Obrigkeit sortiert aus

Die Obrigkeit sortierte das erbeutete Gut nach ihren eigenen Kriterien und befahl die Entsorgung dessen, was ihr nutzlos schien.

Susan
Story aus Mariengürtel
Eine Kette für St. Ursus

Die Büste von St. Ursus in der Solothurner Kathedrale trug bereits im 17. Jahrhundert mehrere wertvolle Schmuckstücke, gestiftet von reichen Bürgerinnen und Bürgern.

Susan
Story aus Mariengürtel
Wiederentdeckung eines Meisterstückes

Der Mariengürtel, lange als Votivgabe mit St. Ursus assoziiert, wurde durch neue Untersuchungen im 19. Jahrhundert als erbeutete, burgundische Kette eingeordnet.

Vorheriges Kapitel in vervielfältigen
Das fantastische Zelt des Herzogs

Im 19. Jahrhundert wurden an vielen Orten der Schweiz Museen gegründet. Die Burgunderbeute wurde dort auf pompöse Weise neu inszeniert und dazu neu genäht.

Susan
Story aus Harnisch
Markenkleid nach Mass

Der Berner Harnisch war einst ein prestigeträchtiges Stahlkleid, wahrscheinlich für einen reichen Adelsmann.

Nächstes Kapitel in verklären
Mit Geschichte rüsten

Im Berner Zeughaus wurde die Berner Rüstung als Stahlkleid des mythischen Stadtgründers inszeniert.

Susan
Story aus Harnisch
Trophäen nur für bärtige Schweizer?

In der Berner Waffenkammer standen Figurinen in alten Rüstungen sinnbildlich für die Herrschaftsstruktur und Vorstellungen von Manneskraft.

Vorheriges Kapitel in verwerten
Beute rezyklieren

Eine erbeutete Rüstung aus dem 15. Jahrhundert soll Berchtold V. gehört haben? Diese spätere Wiederverwertung erscheint aus heutiger Perspektive fragwürdig…

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